Initiiert von der Frauenseelsorge des Bistums Augsburg nahmen sechs Glaubensschwestern der Gemeinde Memmingen an dem ökumenischen Projekt der „Schwesterherzen“ teil. Unterstützt von Vertreterinnen der Evangelisch-Lutherischen, der Evangelisch-Reformierten und der Katholischen Kirche, trafen sich insgesamt 18 gläubige Christinnen, um die Vielfalt der Konfessionen und Kulturen zu entdecken und über sich und ihren Glauben ins Gespräch zu kommen.
Von Anfang April bis Mitte Mai diesen Jahres gab es drei gemeinsame Treffen jeweils in einer der projektleitenden Kirchen. Die Auftaktveranstaltung im Gemeindesaal der St. Josef Kirche Memmingen begann mit einer kurzen Andacht. Nach einer Kennenlernrunde fanden sich jeweils zwei Frauen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen.
Diese "Schwesternpaare" konnten nun in den folgenden Wochen zu ZweitGespräche über Lebens- und Glaubensfragen im Zusammenhang mit christlichen Werten führen. Hilfestellung dafür boten sogenannte Briefe mit den Themen:
„Wer bin ich?“
„Woher kommt mein Glaube?“
„Hindernisse im Leben“ und
„Davon träume ich“
Interessiert und neugierig erlebten die Teilnehmerinnen die freundlichen Begegnungen, die tiefgehenden Gespräche und den gelebten Glauben anderer Christinnen. Hemmungen oder Ängste, offen über den eigenen Glauben zu reden, verschwanden schnell. Im Miteinander von Frau zu Frau ließen sich auch problematische Themen in gegenseitigem Verständnis beleuchten.
Zum Abschluss trafen sich alle Beteiligten in der Evangelisch-Reformierten Kirche am Theinselberg mit der Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und einer kleinen Abschlussfeier.
Das Resumée war einhellig: Gemeinsamkeiten entdecken, Unterschiede wahrnehmen, aber nicht bewerten. Das Schwesterherzen-Projekt gab Anregung über den eigenen Glauben intensiver nachzudenken und mit anderen darüber zu reden.