Plötzlich ist alles anders! Von jetzt auf gleich ändert sich das gewohnte Leben. Ein geliebter Mensch ist gestorben. Hinterbliebene müssen sich in einer völlig veränderten Lebenswirklichkeit zurechtfinden und ihrem bisherigen Leben eine neue, ungewollte Richtung geben.
Trauernde Menschen fühlen sich zwischen zwei Welten hin- und hergerissen. Es gibt zwar kein einheitliches Trauermuster, gleich ist jedoch, dass viele unterschiedliche Gefühle aufsteigen, häufig sogar parallel: Schock, Fassungslosigkeit, Wut, Schuld, Niedergeschlagenheit, Einsamkeit, Furcht und Panik. Manche fühlen sich verwirrt, alleingelassen, enttäuscht - andere sind versteinert, wie gelähmt. Qual und Schmerz bestimmen den Tag.
Trauerbegleitung kann in solchen Lebenssituationen helfen, die Zeit zwischen Abschied, Aufbruch und Neubeginn zu gestalten. Auseinandersetzung mit dem Verlust ist für den Menschen ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Zwar kann Trauerarbeit die Trauer an sich nicht nehmen, doch soll sie den Trauernden unterstützen, lebensbejahend zu bleiben. Das geschieht in mehreren Phasen und ist eine sehr anspruchsvolle Arbeit.
Der Trauerbegleiter hat gelernt, zuzuhören. Man schweigt und weint zusammen. Man redet und erinnert sich. Tröstlich ist der Gedanke, dass das „Band der Liebe“ durch den Tod nicht getrennt werden kann. Unterstützende Trauerbegleitung ist wie eine gemeinsame „Spurensuche“ – eine biografische Erinnerungsarbeit. Zwischen dieser und jener Welt entsteht langsam eine Brücke.
Interessierte werden gebeten, sich telefonisch bei Volker Schulte-Derne anzumelden unter 0172 6008593.
Weitere Trauergesprächskreise zur Seelsorge sind auf der Seite der NAK Süddeutschland zu finden.