Apostel H.-J. Bauer führte am Mittwoch, 15. April 2015 den Abendgottesdienst in Memmingen durch.
Eingeladen waren acht Gemeinden des Kirchenbezirks sowie das Bezirksorchester.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort Lukas 22, 61-62 zu Grunde: „Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.“
Der Apostel stellte die Stärke Jesu und die Verleugnung des Petrus und damit dessen Schwäche in den Mittelpunkt seiner Predigt. Das Ziel Jesu sei es gewesen, nach seiner Kreuzigung die Auferstehung zu erleben und zum Vater zurückzukehren. Auf dieses Ziel habe sich Jesus vorbereitet und immer darum gerungen, den Willen des Vaters zu erfüllen. Petrus hingegen war bei der Gefangennahme Jesu unvorbereitet und wollte den Willen Gottes in dieser Situation nicht akzeptieren. Nach seiner Verleugnung wandte sich Jesus zu Petrus um und blickte ihn an. Dieser Blick der Liebe Jesu habe dazu geführt, dass Petrus letztendlich Buße getan und Umkehr gehalten habe, sodass er nach der Ausgießung des Heiligen Geistes zum Pfingstfest zu einem starken Petrus werden konnte.
Der Apostel führte aus, dass wir uns in dem Bild von Petrus erkennen könnten. Auch wir hätten manchmal Schwächen und würden uns nicht immer nach dem Willen Gottes ausrichten. Das Wort Gottes blicke in uns hinein. Wir seien als Menschen geneigt, großzügig mit uns selbst zu sein, dem Nächsten aber nicht in gleicher Weise alles zu vergeben. Wir sollten Einsicht und Reue zeigen, Umkehr halten und uns bemühen, den Willen Gottes zu erfüllen. Wenn wir so handelten, würden wir auch stark werden.
Zu einem Predigtbeitrag rief der Apostel den Bezirksältesten K. Keck an den Altar.
Ein spezielles Gepräge erhielt der Gottesdienst durch die Spendung des Sakraments der Heilige Versiegelung. Des Weiteren wurde ein Diakon für die Gemeinde Vöhringen ordiniert.