Am Sonntag, 18. Februar besuchte Bischof Gründemann die Gemeinde Leutkirch. Hierzu waren auch die Gemeinden Aitrach und Bad Wurzach eingeladen. Der Bischof diente mit dem Textwort aus Lukas 21, Vers 36: „Wachet aber allezeit und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.“
Der Bischof fragte zunächst, womit wir uns beschäftigen. Mit schlechten Nachrichten, die es zuhauf gebe? Er forderte auf, darauf zu achten, wem wir Raum geben. Wer wolle uns beeinflussen? Mit unserem eigenen Willen entscheiden wir die Richtung. Auch sollen wir darauf achten, wohin unsere innere Entwicklung gehe.
Das Bibelwort stamme aus einer Zeit, die von Unsicherheit und Veränderung geprägt war. Auch heute erleben wir viel Unsicherheit und Veränderung. Was sich allerdings nicht verändere und auch nicht von uns verändert werden solle, ist das Evangelium.
Der Heilige Geist erinnere uns daran, dass der Herr jederzeit wiederkommen könne, das sei nicht abhängig von gewissen Zeiterscheinungen. Jesus wies darauf hin, dass es bei seinem Kommen sein werde, wie es zur Zeit Noah war, die Menschen beachteten es nicht. Und da wir weder Zeit noch Stunde wissen, gelte es zu wachen und zu beten, um stark zu werden und zu bestehen, wenn Jesus wiederkomme.
Durch das Auskaufen der Gottesdienste würden wir stark werden. Denn in Wort und Sakrament lägen die Kräfte, die uns eine geistliche Entwicklung ermöglichen.
Zudem sollen wir die Kraft des Gebetes nicht unterschätzen, auch wenn die Wirkung nicht immer so eintrete, wie wir uns das vorstellen. Denken wir an Paulus, wie er den Herrn bat ihn vom „Pfahl in seinem Fleisch“ zu befreien. Doch Gott antwortete: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet in der Schwachheit.“
Dann erinnerte er noch an das Gebet Jesu in Gethsemane. Dort wünschte dieser auch im Gebet, der Kelch würde an ihm vorüberziehen. Aber schließlich begab er sich in den Willen Gottes.
Dabei erwähnte der Bischof noch Petrus, welcher beim Warten auf Jesu eingeschlafen sei, und auch in manch anderen Situationen versagte, aber immer beim Herrn blieb.
Zur weiteren Wortverkündigung wurden Priester Hartmann und Bezirksvorsteher Keck aufgerufen.