Mehr und mehr ist in den letzten Jahren das Bewusstsein gewachsen, dass der ökumenische Dialog nötig ist, um Christen unterschiedlicher Konfessionen und Traditionen näher zusammen zu führen. Dabei lautet das Leitmotiv dieser gemeinsamen Bemühungen: "Einheit in versöhnter Verschiedenheit unter Wahrung der Identität der jeweiligen Kirche."
„Schritte aufeinander zu“ lautet der Titel der gemeinsam von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und der Neuapostolischen Kirche erarbeiteten Orientierungshilfe zur Ökumene. Diese im Jahr 2015 veröffentliche Schrift steht als Flyer in den Gemeinden zur Verfügung. Sie zeigt Möglichkeiten des gemeinsamen Handelns auf und gibt Hinweise zu verschiedenen Themenfeldern wie Taufen, Segenshandlungen, konfessionsverschiedenen Ehen oder der Nutzung kirchlicher Räumlichkeiten.
Nach dem neuen Katechismus versteht sich die Neuapostolische Kirche nicht mehr als die exklusive Endzeitkirche, als die sie seit langer Zeit galt. Sie definiert sich selbst als Teil der einen Kirche Christi, in der Gläubige durch das gemeinsame Band der Taufe mit Jesus Christus als dem Haupt der Kirche verbunden ist.
Durch dieses neue Kirchenverständnis wurde der bereits bestehende Dialog mit den verschiedenen christlichen Kirchen und Konfessionen gefördert. Die schon hier und da auf örtlicher und regionaler Ebene gepflegten Kontakte zu Christen in der Nachbarschaft wurden begünstigt und konnten vertieft werden.