Im Jahr 2025 kam es auf internationaler Führungsebene der Neuapostolischen Kirche zu mehreren bedeutenden personellen Veränderungen: Gleich drei Bezirksapostel wurden neu eingesetzt, während zugleich weitere Führungswechsel vorbereitet wurden und sich die kirchlichen Strukturen weiterentwickelten.
Élie Tatien Mukinda heißt der Leiter des Arbeitsbereichs „Demokratische Republik Kongo West“. Er löste im Juli Bezirksapostel Michael Deppner ab, der nach fast 50 Jahren im Amt und 15 Jahren in der Hauptverantwortung in den Ruhestand ging.
Im Oktober übernahm Arnaud Martig die Führung für den Bereich Kanada, der elf weitere Länder in Afrika und Asien umfasst. Sein Vorgänger Mark Woll trat nach ebenfalls rund 50 Jahren als Amtsträger und 15 Jahren als Bezirksapostel in den Ruhestand.
Und im Dezember verabschiedete sich Rüdiger Krause nach 43 Jahren Amtstätigkeit aufs Altenteil, davon wiederum 15 Jahre als Kirchenleiter. An der Spitze des Arbeitsbereichs „Nord- und Ostdeutschland“, zu dem rund 20 Länder gehören, folgt ihn David Heynes aus Großbritannien nach.
Strukturen bleiben derzeit verändert
Die Jahre davor waren geprägt weniger von Personalveränderung als von einer Konsolidierung der Gebietsstrukturen: So wurden 2016 die Bezirksapostelbereiche Norddeutschland und Mitteldeutschland zu Nord- und Ostdeutschland zusammengelegt. Außerdem fusionierten Cape und Südostafrika zu Afrika-Süd.
2018 gingen Nordrhein-Westfalen und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zu Westdeutschland zusammen. Und der Bereich Australien wurde zu Westpazifik erweitert. 2019 fusionierten die beiden südamerikanischen Gebietskirchen. Und 2022 ging Berlin-Brandenburg in Nord- und Ostdeutschland auf.
Diese Zusammenlegungen kommen nicht von ungefähr: „In unserer heutigen Welt ist es nicht mehr denkbar, dass eine weltweite Kirche durch einen einzigen Mann geleitet wird“, erläuterte Stammapostel Jean-Luc Schneider 2018 in einem Interview. „Wenn die Bezirksapostel voll und ganz in die Leitung der Kirche involviert sein sollen, darf ihre Anzahl nicht zu groß sein.“
Drei Helfer arbeiten sich ein
Die nächsten Wechsel in der Führungsspitze kündigen sich bereits an: Im März 2025 ist Apostel Herman Ernst (1966) zum Bezirksapostelhelfer ernannt worden, ebenso wie Apostel Martin Rheinberger (1967) im Juli dieses Jahres. Sie sollen 2026 ihren Bezirksaposteln nachfolgen – Enrique Mino in Südamerika beziehungsweise Michael Ehrich in Süddeutschland. Als Helfer arbeiten sie sich in ihre neue Funktion ein. Auch das hat mittlerweile Methode.