Viele hegen berechtigte Bedenken, wenn es um die Vermischung von Predigt und Wissenschaft geht. Doch ein genauerer Blick lohnt sich. Denn Predigtlehre ist gar nicht so fremd, wie es klingt.
"Homiletik" ist die Kunst des Predigens, also die Wissenschaft dahinter. Sie befasst sich mit der Theorie und Praxis der Evangeliumsverkündigung und greift dabei auf Erkenntnisse und Methoden der Kommunikationswissenschaft zurück.
Und genau hier stößt das Thema Homiletik gelegentlich auf Widerstand. Kritiker befürchten, dass die Auseinandersetzung mit Homiletik eine vom Heiligen Geist inspirierte und authentische Predigt behindern könnte. Denn Homiletik wird mitunter als ein „menschengemachtes“ Unterfangen betrachtet, das zu akademisch oder intellektuell wirken könnte. Eine Predigt sollte schließlich nicht bloß eine intellektuelle Übung sein, sondern eine vom Heiligen Geist erfüllte Botschaft vermitteln.
Bislang haben Geistliche, oft ohne es zu wissen, bei der Vorbereitung und dem Halten von Predigten bereits homiletische Praktiken angewendet. Gebet, die Auseinandersetzung mit dem Gottesdienstleitfaden sowie persönliche Gedanken und Recherchen sind wesentliche Bestandteile dieser Praxis. Die Ausbildung in homiletischer Technik baut also auf einem bereits bestehenden Fundament auf. Für neu ordinierte Geistliche kann sie zudem eine Vorbereitung auf eine ihrer zukünftigen Aufgaben sein: die Verkündigung des Wortes Gottes.
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