Fröhlich in Hoffnung Am Donnerstag, 1. Oktober 2026, besuchte Apostel Volker Keck die Gemeinde Illertissen. Eingeladen waren auch die Geschwister aus Vöhringen und Babenhausen. Seinem Gottesdienst legte er das Wort aus Römer 12,12 zugrunde: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.“
Bereits das Eingangslied des Chores „Befiehl dem Herrn deine Wege“ griff einen wesentlichen Gedanken des Gottesdienstes auf: Die Gläubigen dürfen ihre Sorgen und unterschiedlichen Lebenswege dem Herrn anbefehlen. Apostel Keck ermutigte dazu, die eigenen Anliegen auf Gott zu legen, auf ihn zu hoffen und ihm zu vertrauen. Gott werde alles wohlmachen. Diese Hoffnung reiche dabei über das irdische Leben hinaus und richte den Blick auf die ewige Gemeinschaft mit Gott.
Fröhlich in Hoffnung
Viele Menschen seien in der heutigen Zeit hoffnungslos geworden. Christen hätten jedoch einen besonderen Grund zur Hoffnung: Sie seien Kinder Gottes und dürften sich seiner beständigen Liebe gewiss sein. Aus dieser Liebe habe Gott Jesus Christus auf die Erde gesandt. Leben, Sterben, Auferstehung und Wiederkunft Christi bildeten die Grundlage christlicher Hoffnung. Auch durch die Gabe des Heiligen Geistes hätten die Gläubigen eine besondere Ausrichtung und Erwartung erhalten: die Hoffnung auf die Wiederkunft Christi und die ewige Gemeinschaft mit Gott. Diese Hoffnung solle Freude schenken und auch in schwierigen Lebenssituationen erhalten bleiben.
Geduldig in Trübsal
Leid und Trübsal gehörten seit dem Sündenfall zum menschlichen Leben. Der Apostel rief dazu auf, auch in schwierigen Zeiten Geduld zu bewahren. Dabei sei Jesus selbst das Vorbild. Es gelte, unter dem persönlichen „Kreuz“ zu bleiben und die Mühen der Gemeinschaft miteinander anzunehmen. Christliche Hoffnung bedeute nicht, dass Schwierigkeiten ausblieben. Sie gebe vielmehr die Kraft, auch in belastenden Situationen auf Gottes Gnade zu vertrauen.
Beharrlich im Gebet
Als dritten Gedanken stellte der Apostel die Beharrlichkeit im Gebet heraus. Die Gläubigen dürften miteinander und füreinander beten. Zum Gebet gehöre auch die Bitte um die baldige Wiederkunft Christi und um Gottes Gnade. So fasste Apostel Keck das Bibelwort als ein „Rezept“ für das Glaubensleben zusammen: fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal und beharrlich im Gebet – mit dem Ziel, bald beim Herrn sein zu dürfen.
Bischof Jürgen Gründemann nahm diesen Gedanken in seinem Mitdienen auf. Er erinnerte an die Jünger auf dem Weg nach Emmaus, die zunächst ohne Hoffnung gewesen seien. Jesus sei mit ihnen gegangen und habe ihnen neue Hoffnung geschenkt. Ebenso seien die Gläubigen aufgerufen, einander zu begleiten, Hoffnung zu geben und nicht aufzuhören, auf die Gnade des Herrn zu vertrauen.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes ordinierte Apostel Volker Keck zwei Schwestern zu Diakoninnen für die Gemeinde Illertissen und einen Bruder zum Diakon für die Gemeinde Vöhringen. Eine Diakonin wurde zur Priesterin für die Gemeinde Babenhausen ordiniert. Zudem entlastete der Apostel Priester Marcel Euchner von seinem Auftrag als Gemeindevorsteher der Gemeinde Vöhringen. Priester Benjamin Schwarz, bislang Gemeindevorsteher der Gemeinde Illertissen, wurde zusätzlich mit der Leitung der Gemeinde Vöhringen beauftragt. Priester Thomas Fischer erhielt den Auftrag als stellvertretender Gemeindevorsteher der Gemeinde Illertissen. Den neu Ordinierten und Beauftragten gab der Apostel Worte aus Markus 5,36 mit auf den Weg: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Sie sollten die Brautgemeinde auf die Wiederkunft Christi vorbereiten, die ihnen anvertrauten Geschwister seelsorgerisch begleiten und Vorbilder in der Gemeinde sein.
Damit verband sich noch einmal der zentrale Gedanke des Gottesdienstes: Auch wenn der Lebensweg nicht immer leicht ist, dürfen Christen ihre Sorgen Gott anbefehlen, auf seine Gnade vertrauen und voller Hoffnung auf die Gemeinschaft mit ihm zugehen.