Am 19. Dezember 2021 hielt Bischof Jürgen Gründemann den Sonntagsgottesdienst in der Gemeinde Babenhausen. Der Gottesdienst wurde für Glaubensgeschwister, die nicht am Präsenzgottesdienst teilnehmen konnten, durch einen Internet Live Stream übertragen.
Grundlage des Gottesdienstes war ein Wort des Stammapostels aus 1. Thessalonicher 5, Vers 6 + 11:
"So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein. Darum tröstet euch untereinander und einer erbaue den andern, wie ihr auch tut."
Ein Streicherensemble aus sieben Spielern leitete die Predigt mit dem Lied "Die Lenden lasst umgürtet sein" (CM 4) ein. Auf die "brennenden Lichter" dieses Liedes ging der Bischof zu Beginn seiner Predigt ein und deutete auf die vier brennenden Adventskerzen des weihnachtlichen Altarschmuckes. Auch bei den Gläubigen solle so ein Brennen und die dadurch erzeugte Wärme wahrnehmbar sein. Im Gegenzug solle aber auch die Wärme Gottes in diesem Gottesdienst wirken und erlebbar sein. Der Bischof sprach deshalb die Beziehung, die wir zu Gott haben sollen, an. Beziehung brauche Begegnung. Für diese seien die Gläubigen verantwortlich. Die Begegnungen mit Gott seien wichtig und können z. B. in einem Gottesdienst stattfinden.
Im weiteren Verlauf ging der Bischof auf das Textwort ein und sprach die Gläubigen an, dass sie wach und nüchtern sein sollen. Was bedeutet wach sein? - Sehen was "um einen herum" passiert, dass Veränderungen bemerkt werden. Auch solche Veränderungen, die mit dem göttlichen nicht in Verbindung stehen. Das Böse sei nicht das, was ein anderer einem tue oder sage, sondern was sich in einem daraus entwickele, so der Bischof. Diesem solle entgegen gesteuert werden, indem man wach und nüchtern sei. Nüchtern sei auch der, der seine Not wahrnehme, aber erkenne, dass diese Not nicht größer sei, als der, der einem helfe.
Zur weiteren Wortverkündung wurde der Bezirksvorsteher K. Keck, nach einem weiteren Lied der Streicher an den Altar gerufen. Er ging auf den Vers 11 des Textwortes ein. Es wirke aufbauend, wenn nicht auf die Schwächen, sondern auf die Stärken des anderen geblickt werde, so der Bezirksvorsteher. "Der Herr kommt, das ist unser Trost"- mit diesen Worten beendete er sein dienen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.