Am Donnerstag, 03. August 2023, besuchte der neu ordinierte Bischof Volker Keck die Gemeinde Babenhausen. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Glaubensgeschwister der beiden Gemeinden Krumbach und Kirchdorf eingeladen. Als Grundlage diente das Wort aus 2. Thessalonicher 3, Vers 3: "Aber der Herr ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Bösen."
Zunächst ging der Bischof auf den ersten Teil des Textwortes ein, dass der Herr treu sei. Es gäbe heute viele "Freunde", die die Treue halten, wenn es aber darauf ankomme habe man auf einmal keine "Freunde" mehr. Diese Sorge brauche man bei Gott nicht zu haben. Dies zeigte sich schon bei den ersten Menschen als Gott ihnen die Zusage machte: "Ich will einen senden...". Er wies damals schon auf Jesus, den Heiland und Erlöser hin. Auch bei seiner Himmelfahrt sagte Jesu, dass er einen Tröster senden wolle. Und es wurde durch das Pfingsgeschehen eingelöst. Dies zeige die Treue des Herrn.
Im zweiten Teil des Textwortes gehe es darum, dass Gott uns stärke und vor dem Bösen bewahre. Gott sei viel größer als das Böse. Was ist das Böse? Um uns herum geschehe viel Ungutes und Böses. Nicht nur Krieg und Elend, sondern auch tiefer blickend der Unglaube und der Ungehorsam. Dadurch entferne man sich von Gott. Es gäbe Phasen im Leben in denen man nicht mehr glauben könne. Oft sei dann das Resultat, dass man sich von Gott entferne. Aber dann solle man die Nähe zu Gott suchen. Manchmal seien es auch kleine Dinge wie Ärger, die uns von Gott entfernen. Der Bischof verwies auf das Johannesevangelium: "Viele ärgerten sich an seinem Wort, an der Predigt und sind von ihm gegangen." Jesus sagte dann: "Wollt ihr auch noch gehen?". Die Jünger aber hatten geglaubt und erkannt, dass er Gottes Sohn sei. Im Gottesdienst werde der Glaube gestärkt durch das Wort Gottes.
Auch die Lieblosigkeit und der Egoismus sei eine Gefahr des Bösen. Es werde nicht mehr auf den Nächsten geachtet. Man solle dagegen ankämpfen, ein Zeichen der Liebe setzen. Sie ist ausgegossen durch den Heiligen Geist im Überfluss. Jesus sagte: "Liebt euch untereinander, so wie ich euch geliebt habe". "Könne man das an uns erkennen?", fragte der Bischof. Heute sei es auch eine Gefahr, dass man nur auf das Irdische und Vergängliche schaue. Hier solle man Prioritäten setzen. Manchmal seien die Rahmenbedingungen größer als die Hauptsache selbst. Diese Hauptsache sei das große Glaubensziel, das Heil in Jesu zu erlangen. Gott möge dazu viel Kraft und Hilfe schenken, so der Bischof.
Bezirksvorsteher K. Keck wurde nach einem Lied des Chores zur weiteren Wortverkündung an den Altar aufgerufen.
Nach der Sündenvergebung und der Feier zum Heiligen Abendmahl beendete der Bischof den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Anschließend wurden noch alle Anwesenden zu einer "kulinarischen Überraschung" im Foyer der Kirche eingeladen.