Am Mittwoch, 13. September, diente Bischof Keck in der Gemeinde Leutkirch. Dazu waren auch die Nachbargemeinden Aitrach und Bad Wurzach eingeladen. Als Grundlage verwendete er das Textwort aus Joel 2, Vers 23: „Und ihr Kinder Zions, freut euch und seid fröhlich im Herrn, eurem Gott, der euch den Lehrer der Gerechtigkeit gibt und euch herabsendet Regen, Frühregen und Spätregen wie zuvor.“
Zunächst ging der Bischof auf die damalige Zeit ein, als das Volk Israel unter einer Heuschreckenplage litt, die die Ernte vernichtete. Der Prophet sah darin eine Strafe Gottes und riet den Menschen zu ihm zurückzukehren. Gott würde ihnen gnädig sein und wieder Weizen geben, ebenso den jeweils nötigen Regen um eine gute Ernte gelingen zu lassen.
Gott versorgt den Menschen mit dem Samen und lässt den Regen zur richtigen Zeit in ausreichender Menge fallen, damit letztlich geerntet werden kann. Der Mensch muss den Samen aussähen, das Unkraut beseitigen und Tiere fernhalten, die die Ernte gefährden könnten.
Der Bischof übertrug dieses Bild auf die geistliche Ebene. Durch die heilige Versiegelung habe Gott den göttlichen Samen in uns hineingelegt – die Gabe des Heiligen Geistes. Er gebe uns alles, was für die rechte Entwicklung dieses Samens wichtig sei: sein Wort, seine Gnade und das Heilige Abendmahl.
Unsere Aufgabe ist es nun, dafür zu sorgen, dass der Same sich in uns entwickeln könne. Dazu sei es auch notwendig, Unkraut zu jäten, das bedeute materielle Dinge sollen nicht unsere geistliche Entwicklung hemmen wie z.B. beim Kornbauer oder reichen Jüngling. Auch wenn wir mit allen Sorgen zu ihm kommen können, solle die geistliche Ausrichtung unserer Gebete nicht zu kurz kommen.
Gott gebe uns seine Hilfe, wann und wie sie am besten passe. Vertrauen wir ihm und nehmen wir die Hilfe an, die er uns anbietet. Bitten wir ihn auch treu bleiben zu können, er wird die Treuen niemals enttäuschen: Gott schenke ihnen die Möglichkeit, in sein Reich einzugehen.
Anschließend bat der Bischof noch Bezirksvorsteher Klaus Keck um einen Predigtbeitrag.
Der Gottesdienst wurde durch den Gemeindechor umrahmt.