Als Grundlage für den ersten Jugendgottesdienst im Jahr 2026 diente das Wort aus dem Psalmen 16,11: "Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich". Dienstleiter Bezirksvorsteher Klaus Keck stellte eine zentrale Frage in den Raum: Woher bekommen wir unsere Freude mit Gott? Ist sie nur ein kurzer „Zucker-Flash“ durch Social Media und Erfolg, oder hat sie ein tieferes Fundament?
Die Predigt machte deutlich, dass Gott uns nicht nur Regeln gibt, sondern den „Weg zum Leben“ zeigt. Das Bild der Powerbank verdeutlichte, dass unsere menschliche Freude oft schnell leer geht, während die Verbindung zu Gott den inneren Akku dauerhaft lädt. Es geht nicht um ein künstliches Dauergrinsen, sondern um eine tiefe Gewissheit: Ich bin geliebt, egal wie mein Tag läuft.
Ein besonderes Highlight der Predigt war der Vergleich des Glaubens mit einem wertvollen Schmuckstück. Dabei wurden drei entscheidende Punkte hervorgehoben:
- Der Wert: Ein echtes Schmuckstück ist kostbar. Es ist kein billiger Modeschmuck, der nach drei Tagen abfärbt. So ist auch der Glaube: Er gibt uns einen Wert, der nicht von Trends abhängt.
- Die Sichtbarkeit: Trägst du deinen Glauben wie eine Kette, die jeder sehen darf? Oder liegt er wie ein altes Erbstück ganz unten in einer Schublade und verstaubt? Ein Schmuckstück zeigt man gerne – es spiegelt die Persönlichkeit wider.
- Die Ausstrahlung: Schmuck soll den Träger zum Strahlen bringen. Wenn der Glaube unser Schmuckstück ist, dann verändert das unsere Ausstrahlung. Wir wirken nicht „fromm und langweilig“, sondern hoffnungsvoll und echt.
Am Ende blieb die persönliche Frage im Raum: „Ist der Glaube dein Schmuckstück?“ Glaube ist kein schwerer Rucksack, den man mitschleppen muss, sondern etwas, das einen schöner macht – von innen nach außen. Er ist das „Accessoire“, das uns in dunklen Zeiten leuchten lässt.
Die Botschaft war klar: Wer mit Gott unterwegs ist, findet eine Freude, die bleibt. Es lohnt sich, den Glauben nicht nur im Herzen zu verstecken, sondern ihn stolz zu „tragen“ und die Welt damit ein bisschen heller zu machen.
Zur weiteren Wortverkündigung dienten Priester Achim Kößler, Diakonin Karina Bauer, Diakonin Milena Reschetzki und Priester Jörg Höpfl mit.